ReiseleiterIn

Reiseleiterin Daniela Mancic

Reiseleiterin für diverse Busreiseveranstalter und Incoming Agenturen

  • Was hat mich zur Reiseleitung gebracht?

Während eines beruflichen Aufenthaltes in Nordwales 2007 war ich so begeistert von Land und Leuten, dass bereits während dieser Zeit die Idee keimte, Menschen nach Nordwales zu bringen und ihnen die Vielfalt dieses großartigen kleinen Landes zu zeigen, das mich so sehr für sich eingenommen hatte und immer wieder aufs Neue begeisterte.
Zurück in Deutschland führte mich mein Weg allerdings zunächst erstmal wieder in einen Bürojob. Erst als ich mich eines Tages nach einem 12 Std.-Tag im Büro mal wieder fragte, ob das jetzt immer so weitergehen sollte, erinnerte ich mich an meine Idee Menschen nach Wales zu führen. Aus dieser Grundidee heraus meldete ich mich für eine Reiseleiter Schulung bei Travel&Personality an. Die Schulung bekräftigte mich in meiner Idee und ich konnte meinen ersten Einsatz kaum erwarten.

Bei einem freien Reiseleiter-Treffen kam es dann zum ersten Kontakt mit einem Veranstalter, der auf Wanderreisen in Großbritannien spezialisiert ist. Im drauffolgenden Jahr konnte ich meine ersten Wandertouren in Schottland und Cornwall leiten. Später kamen Wales und andere Regionen in Großbritannien hinzu, sowie Studienfahrten für verschiedene Veranstalter. Bis heute ist meine Begeisterung für Land und Leute ungebrochen.

  • Was waren für mich besondere Erlebnisse als Reiseleiterin?

Jede Reise hat ihre besonderen Momente z.B. ein aufklarender Regen und toller Regenbogen über einem der schottischen Lochs, nachdem es zuvor die ganze Zeit geregnet hat; ein warmes Kaminfeuer am Ende einer verregneten Wanderung oder ein erfrischendes Getränk in einem gemütlichen Pub nach einer langen, heißen Küstenwanderung. Es sind die kleinen besonderen Momente, die man nicht sucht, sondern, die einfach passieren, man muss nur aufmerksam bleiben und sich die Zeit geben, sie zu genießen.

Natürlich bleiben auch schwierige Situationen/ Probleme nachdem man sie gut gelöst hat, die Gruppe wohlbehalten und zufrieden wieder im Hotel ist, in besonderer Erinnerung. So waren wir z.B. mit einem 50er Bus (14m) in Südengland unterwegs, als wir in Penzance in einer engen zugeparkten Gasse stecken geblieben sind. 2,5 Std. später war der Bus wieder befreit. Es war zum Glück ein warmer sonniger Tag, die Gäste konnten sich im Ort umschauen (Freizeit in der Stadt war nicht vorgesehen im Programm) oder das Spektakel von einem Pub am Ende der Gasse aus beobachten. Der dadurch versäumte Programmpunkt konnte am nächsten Tag nachgeholt werden und die Gäste hatten ein kleines Abenteuer erlebt, dass ich selbst mit Sicherheit auch nie vergessen werde.

  • Was begeistert mich immer noch an dieser Profession?

Es beglückt mich immer wieder, wenn es mir gelingt Gäste für Land und Leute begeistern zu können und in ihnen den Wunsch zu wecken, wiederzukommen. In solchen Momenten empfinde ich tiefe Zufriedenheit und ein Gefühl „angekommen zu sein“.

  • Was möchte ich einem zukünftigen Reiseleiter/einer Reiseleiterin mit auf den Weg geben?

Bleibt neugierig! Auch beim x-ten Besuch in einer Stadt, der x-ten Wanderung entdecke ich immer wieder Neues, das ich gerne mit den Gästen teile und weitergebe. Unser Job ist anstrengend, erfüllend, stressig, befriedigend, kräftezehrend und Kraft schenkend. Wichtig ist es, für sich selber Rückzugsmomente zu schaffen, Ruhepausen, in denen man verschnaufen kann, sich sammeln und neue Kraft schöpfen kann. Wichtig ist es auch sich ein Netzwerk aufzubauen. Wir sind viel unterwegs, Einzelkämpfer, daher ist der Austausch mit Kollegen auch sehr wertvoll und wichtig, nicht nur bei Problemen und Schwierigkeiten.

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